
Überstunde Leipzig: Wie aus Präsenz Aufträge wurden
Ich bin nie mit Visitenkarten losgezogen. Ich bin einfach immer wieder aufgetaucht. Heute bin ich Hausfotograf für Überstunde Leipzig und Partner in drei Städten. Was wirklich dahintersteckt.


Beim ersten Mal zur Überstunde Leipzig bin ich ohne Kamera hingegangen
Ohne Ziel, ohne Visitenkarten, ohne konkrete Vorstellung, was daraus werden könnte.
Wie es angefangen hat:
Anfangs war ich wirklich nur Gast. Ich bin hingegangen, habe Gespräche geführt, Leute kennengelernt und bin wieder nach Hause gefahren. Irgendwann saß ich mit dem Überstunde-Team zusammen und wurde Raphael Mis und Steffen Heyde vorgestellt, den Geschäftsführern hinter dem Format.
Kein Pitch, kein Portfolio und kein „ich bin Fotograf und würde gern mit euch arbeiten." Nur einfache Gespräche.
Dann passierte etwas, das ich nicht geplant hätte: Der langjährige Fotograf der Überstunde konnte ein Event kurzfristig nicht übernehmen. Das Team erinnerte sich an mich und ich bekam einen Anruf, ob ich meine Kamera mitbringen könnte, da ich sowieso als Privatperson hingehen wollte.
Ich wollte schlicht schauen, ob Netzwerkevents überhaupt etwas für mich sind.Das war vor ein paar Jahren. Heute fotografiere ich regelmäßig für Überstunde Leipzig, bin Hausfotograf für Überstunde Chemnitz und war bei der Eröffnung von Überstunde Magdeburg dabei. Keiner dieser Aufträge ist durch aktive Bewerbung zustande gekommen.
Was aus einem kurzfristigen-Auftrag wurde:
Das war kein glamouröser Einstieg. Kein großes Briefing, kein ausführlicher Vertrag, kein formales Onboarding. Ich bin einfach hingegangen, habe fotografiert und habe geliefert.
Dann ist etwas passiert, das selten jemand vorhersieht: Aus einem einmaligen Auftrag wurde Vertrauen. Aus Vertrauen wurde Weiterempfehlung.
Heute begleite ich regelmäßig KLUB-Events der Überstunde, darunter Abende beim SC DHfK Handball Leipzig. Ich bin Hausfotograf für Überstunde Chemnitz. Und als Überstunde Magdeburg eröffnet hat, war ich bei der Auftaktveranstaltung dabei.
Ich habe dafür nie eine Anzeige geschaltet, keine Kaltakquise gemacht, kein Portfolio verschickt.
Der Teil von Netzwerken, über den kaum jemand spricht.
Wenn Leute über Netzwerken reden, meinen sie meist dasselbe: Events besuchen, Visitenkarten verteilen, sich kurz vorstellen, E-Mails raus schicken. Das Ziel ist der Kontakt, möglichst schnell, möglichst viele.
Was bei der Überstunde wirklich passiert ist, lief anders ab.
Ich bin einfach immer wieder aufgetaucht. Nicht mit einer Agenda, sondern weil mich das Format interessiert hat. Ich war offen für Gespräche, habe zugehört, habe Interesse gezeigt, ohne dabei etwas zu wollen. Und als der Moment kam, in dem jemand einen Fotografen brauchte, war mein Name im Kopf.
Das klingt nach Zufall. Aber es war keiner. Wer über Monate regelmäßig bei denselben Veranstaltungen auftaucht, wird erinnert. Nicht durch einen einmaligen Auftritt, sondern durch konstante Präsenz.
Was das mit Fotografie zu tun hat?
Ich bin Fotograf für Unternehmer in Leipzig. Meine Aufträge kommen von Veranstaltern, Selbständigen oder Gründern. Und ein beachtlicher Teil dieser Aufträge kommt nicht über Google, sondern über persönliche Empfehlung.
Empfehlungen entstehen nicht dadurch, dass man gut fotografiert. Sie entstehen, wenn jemand in einem Gespräch sagt: „Ich kenne da jemanden." Damit das passiert, muss jemand an dich denken, wenn der richtige Moment kommt.
Bei der Überstunde wurde ich erinnert, weil ich mehrfach da war. Weil ich jedes Mal einfach ein normaler Mensch war, kein wandelndes Verkaufsgespräch.
Heute wird mein Name als Urheber der Bilder genannt. Das passiert nicht, weil ich mich irgendwo eingetragen oder beworben habe. Es passiert, weil das Vertrauen sich über Zeit aufgebaut hat.
Was ich daraus mitgenommen habe
Ich möchte Netzwerkevents nicht als magische Auftragsmaschinerie verkaufen. Nicht jedes Event bringt einen Auftrag, und nicht jeder Auftrag kommt aus dem Netzwerk.
Aber ich habe gelernt, dass konsequentes Erscheinen etwas bewirkt, das keine Anzeige ersetzen kann: Man wird als Person bekannt, nicht als Anbieter. Und wenn jemand einen Fotografen sucht, den er kennt und dem er vertraut, ist das ein Vorteil, den kein Preis aufwiegt.
Wenn du dein Business über Präsenz aufbauen willst und noch nicht genau weißt, wo du anfangen sollst: Das erste Event ist nicht der große Schritt. Der große Schritt ist das vierte oder fünfte, wenn alle anderen schon aufgehört haben.


Wer einen zuverlässigen Eventfotografen in Leipzig sucht oder eine Veranstaltung fotografisch begleiten lassen möchte, findet mehr Informationen auf meiner Eventfotografie-Seite oder schreibt direkt an fotografie@ds-capture.de.
Dawid Chmielewski ist Fotograf und Marketer aus Leipzig. Unter dem Namen DS Capture produziert er Businessfotos, Headshots und Personal-Branding-Shootings für Selbständige, Führungskräfte und Unternehmen in Mitteldeutschland.*








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