
Reportagefotograf Leipzig: Zu Besuch bei einer Hutmacherin
Ungestellte Fotos in der Werkstatt einer Leipziger Modistin: So entstand die Reportage bei Carina Kunth vom Hutladen und warum Handwerk gute Bilder verdient.


Wie wird aus Stoff ein Hut?
Wer ist Carina?
Wir bezahlten uns gegenseitig
Ich war schon länger auf der Suche nach einem passenden Flatcap. Also habe ich bei Carina eine Maßanfertigung in meinen Firmenfarben bestellt. Carina wiederum hat mich für ein Shooting in ihrer Werkstatt gebucht. So durfte ich hinter die Kulissen eines Hutmachers schauen.
Jeder war für den anderen Kunde und Dienstleister zugleich. Das macht die Zusammenarbeit unkompliziert.
Auf der ÜBERSTUNDE in Leipzig habe ich einen Hut getragen. Carina hat mich deswegen angesprochen. Sie wollte wissen, was so ein stilvoller Mann von Beruf ist. Ich sagte Ihr, dass ich Fotograf bin. Auf meine Rückfrage was sie beruflich macht, erwiderte sie: Sie ist Hutmacherin.
Wir haben uns auf einen Kaffee verabredet und überlegt, wo wir zusammenarbeiten können. Denn da ich persönlich selbst gern privat Hüte trage, ist es nicht schlecht einen echten Hutmacher in den Kontakten zu haben.
Reportage statt Posing




Über 60 Aufnahmen sind entstanden, ungestellt und aus der Werkstatt heraus. Carina nutzt sie in Presse und Print und auf Instagram und Facebook. Handwerk lebt von dem Moment, in dem jemand sieht, wie viel Arbeit in einem Stück steckt. Ein Foto aus der Werkstatt erzählt das in einer Sekunde. Ein Produktfoto vor weißem Hintergrund kann das nicht.
Carina Kunth führt „Der Hutladen"
(https://www.derhutladen.de/index.html) in der Strohsack-Passage in der Leipziger Innenstadt. Laut Website gibt es den Laden seit 1928. Sie fertigt Hüte und Mützen nach Kundenwunsch, unter dem eigenen Label „LaMouche®". Wer es genau nimmt: Ihr Beruf heißt Modistin. Ich habe das bei dem Termin gelernt.
Über den Autor:
Dawid Chmielewski ist Fotograf und Marketer aus Leipzig. Unter der Marke
DS_Capture produziert er Businessfotos, Headshots und Personal-Branding-Shootings für Selbständige, Führungskräfte und Unternehmen in Mitteldeutschland.
Was am Ende dabei rauskam?
Im Sommer 2026 war ich zwei Stunden in der Werkstatt im Hutladen. Kein Studio, keine Posen und kein gestelltes Lächeln. Reportagefotografie heißt: Ich bin dabei, während gearbeitet wird, und drücke ab, wenn etwas passiert.
Carina und Ihre Mitarbeiterin haben Hüte in Form gebracht, genäht und garniert. Ich habe die Holzformen und Modelle fotografiert, auf denen Hüte entstehen. Sie hat dabei erklärt, was sie tut und warum, und war offen für alles, was ich sehen wollte.
Mich hat vor allem das Handwerk beeindruckt. Und die Tatsache, dass Hüte langsam wieder in Mode kommen. Wer das im Jahr 2026 macht, hat ein Produkt, das gerade wieder gefragt ist. Es fehlt nur noch, dass die Leute sehen, wie es entsteht.
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Ob Personal Trainer, Coach oder Berater: Deine Kunden entscheiden sich für dich, bevor sie mit dir gesprochen haben. Wenn dein Bildmaterial das Gespräch schon halb gewonnen haben soll, statt es zu bremsen:
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